Die Arbeiten entstehen aus wiederkehrenden, festgelegten Bedingungen: Leinwand, flüssige Farbe, feste Farbe. Jede Schicht wird zeitlich getrennt gesetzt.
Zeit ist dabei kein Thema und keine Metapher, sondern Bedingung. Sie wirkt durch Abfolge, Trocknung, Überdeckung und Verdichtung.
Farbe fungiert nicht als Ausdrucksträger, sondern als Material mit Eigengewicht, Fluss und Widerstand.
Alle Arbeiten teilen das gleiche Format und die gleiche strukturelle Logik. Unterschiede entstehen nicht durch Variation der Idee, sondern durch das Verhalten des Materials unter veränderten zeitlichen Bedingungen.
Die Malerei behauptet nichts außerhalb ihrer Mittel. Sie untersucht, wie sich Entscheidungen im Verlauf der Zeit im Material ablagern. Das Bild ist kein Ziel – es ist die sichtbare Organisation eines Prozesses.
Februar 2026
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